Cover "Patentsache"
Cover „Patentsache“
Offenbar bin ich auf den Geschmack gekommen: Zum zweiten Mal schloß ich mich mit Geo Schaller in meinem neuen Lieblingsstudio in Köln-Weidenpesch ein, um einen Text hörbar zu machen. Nach dem Cthullu-Horror „Paradoxon“ jetzt „Patentsache“ vom anderen Ende meines Erzähl-Spektrums.

„Patentsache“ ist die erste von insgesamt sieben Novellen meines nächsten Buchprojektes „Grenzgänger“ (VÖ ist für März 2018 geplant), das an „Navigator“ anschließt: kritisch, spitzzüngig, bösartig, nur all zu realistisch, und diesmal um Wahn un Wille, die Folgen der leider allzu sehr in Vergessenheit geratenen innerdeutschen Spaltung und die Frage kreisend, wo Irrsinn endet und Normalität beginnt. Realistisch? Stellen Sie sich vor, sie wären einer dieser windigen Internet-Anwälte, die im Netz umherzappen, um arme und armselige kleine Blogger aufzuspüren, die nichtsahnend mal ein Bild von irgendwoher genommen haben, um ihren Blogbeitrag um einen witzigen Eyecatcher zu bereichern. Um dann eine 800-Euro-Klage von ebenwelchem Anwalt im Briefkasten vorzufinden wegen Urheberrechtsverletzung. (Es muß ja nicht gleich die DPA sein, die einen auf 4.000 Euro verklagen will wegen Bildern, die man selbst für ein Projekt für die Bundeszentrale für Politische Bildung gemacht und den falschen Leuten ausgehändigt hat – in dem Fall kann man ja wenigstens noch beweisen, dass man selber der Fotograf gewesen ist.)
Und wenn Sie sich vorstellen, einer dieser windigen Gesellen zu sein, stellen Sie sich vor, sie bekommen Besuch von einem äußerst schmierigen Typen. Der sich als Ex-Stasi-Major entpuppt, der 1984 einen ultimativen und perfiden Plan für die absolute Totalüberwachung entwickelte.

„Maybaum! Ich habe das Internet erfunden!“

Beim Kontrollhören gestern haben Geo, der Rabenkrächzer, der wie bei „Forstokratie“ einmal mehr die musikalische Ausstattung mit seinem neuen Song „Schattenlicht“ übernahm, und meine Wenigkeit viel gelacht. Denn so böse die Erzählung auch ist, sie ist auch wirklich witzig. Und das Hörbuch fast schon ein kleines Hörspiel.

Premierenlesung zusammen mit dem Rabenkrächzer und komplett: am 01.04.2017 um 20 Uhr in den Vier Raben, Jesuitengasse 37, Köln-Weidenpesch.

Drei kleine Snippets: