In zwei großen Bauabschnitten – November 2017 bis Februar 2018 und Oktober bis Dezember 2018 – schuf Norman Liebold in der Druckluftkammer Koblenz ein Kunstwerk von beeindruckenden Ausmaßen. Das 1000 Jahre alte Gewölbe der (oberirdisch nicht mehr existenten) Alten Burg am Florinsmarkt verwandelte sich dabei in eine zusammenhängende Skulptur, die ein wenig an H.R. Giger gemahnt. Liebold verarbeitete dabei anderthalb Tonnen Gips und 200 Liter Expoxidharz, modellierte mehr als 500 Knochenwirbel von Hand, vier beleuchtete Schädel und einen lebensgroßen Frauentorso. Gerade im stimmungsvollen Licht der Druckluftkammer, die in der Hauptsache als Nachtclub genutzt wird, ein Ambiente der besonderen Art.

Am 25.01.2019 verabschiedet sich Liebold von seiner Schöpfung, indem er inmitten der Großskulptur seinen am 01.02.2019 bei Edition Roter Drache erscheinenden Roman „Dämonenwall“ in einer Vorpremiere vorstellt. Die Arbeit am Roman – insbesondere an seiner Illustration – und die Arbeiten an der riesigen Skulptur überschnitten sich, so dass eine wechselseitige Beeinflußung deutlich zu erkennen ist: die Frauenskulptur neben dem DJ-Pult ist so eine Hommage an die keltische Quellgöttin Aventia, die in „Dämonenwall“ eine Schlüsselrolle einnimmt.