Kategorie: Scriptorium

Devaud und Liebold machen blau

Cover Azurit
Cover Azurit

Im März diesen Jahres veröffentlichte ich meine erste im Hunsrück angesiedelte Novelle „Azurit“ in Christian von Asters „Boschs Vermächtnis“. Sie ist im Atelier des international renommierten Künstlers Philippe Devaud (Rinzenberg) und in der Niederbrombacher Kirche verortet und verschmilzt historische Fakten, reale Orte und Begebenheiten mit Mythen und Phantastik.
So spiele ich darin mit dem sehr wahrscheinlichen Umstand, dass Hieronymus Bosch sein Blau und Grün als Azurit und Malachit aus dem Kupferbergwerk Fischbach bezogen haben dürfte. Weitere historische Verbindungen der Niederbrombacher Kirche zu Bosch machen einen Bosch-Besuch möglich. So war hier Johannes Liechtenberg (1426-1503) ab 1481 Pfarrer in Niederbrombach. Er war Hofastrologe von Kaiser Friedrichs III., dem Lehnsherrn von Engelbert II von Nassau, der wiederum den „Garten der Lüste“) in Auftrag gab. Die Männer waren über den Orden vom Goldenen Vließ miteinander verbunden. Das Auffinden eines Bosch-Frescos (eigentlich Secco) in der Kirche bei Devauds Restaurierungsarbeiten in den 80igern wäre also theoretisch denkbar, wobei aber mit Sicherheit in den Bereich der Phantastik gehört, dass dieses verschollende Bosch-Kunstwerk eine geheimnisvolle, verschlüsselte Karte nach Anderswelt darstellt.

„Azurit“ ist Teil der Anthologie „Boschs Vermächtnis – Geschichten aus dem Garten der Lüste“, herausgegeben von Christian von Aster mit Geschichten von 32 Autoren aus ganz Deutschland. Weiterlesen »

Zombies für „The Dandy is Dead“

Katharina Theine: Parzifal
Katharina Theine: Parzifal

Während ich kopfdurchblasend und keuchend die Gipfel des Salzkammergutes erklomm – voller Dankbarkeit für dieses fünftägige Geschenk, das mir von allerliebsten Lieben gemacht wurde – entstand die Story für die „Basement Tales„. Ebenwelche sind ein absolut liebenswerte Projekt von Tom Becker aus Saarbrücken in seinem frisch geschlüpften Verlag „The Dandy is Dead„. Neue „Weird Tales“ für Deutschland, sozusagen, dem ich nicht nur allergrößtes Glück wünsche und Erfolg, sondern dass ich auch gerne geschichtentechnisch unterstütze. Toms Begeisterung („die Geschichte ist der HAMMER“) hat mich sehr gefreut, offenbar habe ich mit entscheidungsunfreundlichen Zombies und überaus gehirnverknotenden Situationen seinen Geschmack getroffen. Für mich selbst nebenbei eine besondere Geschichte, in der ich mich selbst zitiere, bzw. richtiger, den Faden eines meiner Lieblingsbücher aufnahm: Die „Spaltenzungen“. In den letzten Monaten nämlich hatte ich nicht selten das Gefühl, in meinem eigenen, überaus surrealen und verstörenden eigenen Roman aufgewacht zu sein.

„Parzifal“ erscheint in den „Basement Tales“ Vol. 2 im Dezember.

 

Es zwergelt in Fischbach voller roter Drachen

Hochofen Abentheurer Hütte
Hochofen Abentheurer Hütte

„Zwergenbinge“ erscheint am 21. März 2019 bei Edition Roter Drache mit vielen Zeichnungen aus meiner Feder.

Die Geschichte meines aktuellen Romanprojekts „Zwergenbinge“ ist fast so bewegt wie meine eigene in den Jahren, an dem ich an ihm arbeitete – und er läuft langsam „Krähe und Nachtigall“ den Rang ab, das Buch zu werden, an dem ich am längsten schrieb. Selbst den bemerkenswerten Ortswechsel des „Siebengebirgstintenfuchses“ zum „Abent(h)eurer“ machte es nicht zur mit, sondern trägt sogar ein wenig Schuld daran.
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The Dandy is Dead

Es ist mir eine besondere Freude, dass ich an dieser Stelle verkünden darf, dass ein lieber Freund den Plan gefasst hat, eine Zeitschrift in der Art der „Weird Tales“ heraus zu geben, sondern mich einlud, in der Dezemberausgabe eine ShortStory beizutragen. Das freut mich ungemein, denn immerhin hat das „Weird Tales“ seinerzeit ungemein die literarische Szene beeinflußt. Eine gute Idee, ein schönes Projekt, und alle Daumen für Deine „Basement Tales“ und Dein neues puplishing house gedrückt, lieber Tom!

The Dandy is Dead

Januar ist Dämonenmond

Erste grobe Idee für das Artwork von "Dämonenwall"
Erste grobe Idee für das Artwork von „Dämonenwall“

„Dämonenwall“ erscheint mit vielen Zeichnungen aus meiner Feder Ende Januar bei Edition Roter Drache.

Auf der Premierenlesung von „Azurit“ (erschienen in Christian von Asters wunderbarer Anthologie „Boschs Vermächtnis“ im März diesen Jahres) kam der Leiter des Landesmuseums Birkenfeld auf mich zu und erzählte, dass um die Sonnwende herum eine Götterstatue dem Museum zu Ausstellungszwecken übergeben würde, die bei Hottenbach gefunden worden war. Und ob ich da nicht eine solch schöne Lesung halten könne. 

Eigentlich wollte ich eine nette Kurzgeschichte zum Thema machen, aber bei einem Spaziergang auf dem Ringwall von Otzenhausen durchfuhr mich eine ziemlich unpassende Geschichtenidee, von der sich – verdammt! – der Museumsleiter auch noch begeistern ließ. Bei den Recherchen sank ich immer tiefer ein, um schließlich, nach erstaunlich kurzer Zeit, das Manuskript abzuschließen und keine Kurzgeschichte in der Hand zu halten – sondern mehr etwas wie eine längere Novelle mit dem Titel „Dämonenwall“. Die Ereignisse um die Götterstatue von Hottenbach sind zwar durchaus Teil der Erzählung, aber letztlich entstand ein umfängliches Etwas aus dem Bereich Phantastik, das irgendwie rote Drachen mag

Das phantastische Dings und ich freuen uns darüber, dass „Dämonenwall“ Ende Januar 2019 als Hardcover bei EDITION ROTER DRACHE erscheinen wird. Und ich freue mich noch mehr, weil ich nicht nur das Titelbild, sondern es auch noch selbst zu illustrieren die Möglichkeit habe. Die ersten Skizzen entstanden schnell mit wachsender Begeisterung und es ist mir eine höchliche Ehre, nunmehr zum Clan des Roten Drachen zu gehören, bei dem ja bereits einige der „Familie“ sind.

 

 

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