Kategorie: Scriptorium

Januar ist Dämonenmond

Erste grobe Idee für das Artwork von "Dämonenwall"
Erste grobe Idee für das Artwork von „Dämonenwall“

„Dämonenwall“ erscheint mit vielen Zeichnungen aus meiner Feder Ende Januar bei Edition Roter Drache.

Auf der Premierenlesung von „Azurit“ (erschienen in Christian von Asters wunderbarer Anthologie „Boschs Vermächtnis“ im März diesen Jahres) kam der Leiter des Landesmuseums Birkenfeld auf mich zu und erzählte, dass um die Sonnwende herum eine Götterstatue dem Museum zu Ausstellungszwecken übergeben würde, die bei Hottenbach gefunden worden war. Und ob ich da nicht eine solch schöne Lesung halten könne. 

Eigentlich wollte ich eine nette Kurzgeschichte zum Thema machen, aber bei einem Spaziergang auf dem Ringwall von Otzenhausen durchfuhr mich eine ziemlich unpassende Geschichtenidee, von der sich – verdammt! – der Museumsleiter auch noch begeistern ließ. Bei den Recherchen sank ich immer tiefer ein, um schließlich, nach erstaunlich kurzer Zeit, das Manuskript abzuschließen und keine Kurzgeschichte in der Hand zu halten – sondern mehr etwas wie eine längere Novelle mit dem Titel „Dämonenwall“. Die Ereignisse um die Götterstatue von Hottenbach sind zwar durchaus Teil der Erzählung, aber letztlich entstand ein umfängliches Etwas aus dem Bereich Phantastik, das irgendwie rote Drachen mag

Das phantastische Dings und ich freuen uns darüber, dass „Dämonenwall“ Ende Januar 2019 als Hardcover bei EDITION ROTER DRACHE erscheinen wird. Und ich freue mich noch mehr, weil ich nicht nur das Titelbild, sondern es auch noch selbst zu illustrieren die Möglichkeit habe. Die ersten Skizzen entstanden schnell mit wachsender Begeisterung und es ist mir eine höchliche Ehre, nunmehr zum Clan des Roten Drachen zu gehören, bei dem ja bereits einige der „Familie“ sind.

 

 

Abentheuer

Wieder im Blog: In den letzten Monaten sahen Sie an dieser Stelle den Inhalt der Autorenseite auf Facebook gespiegelt. Dank der neuen DSVO ist dies eine haarige Sache geworden und ich kehre zum „manuellen“ Blog zurück, der jetzt natürlich eine Lücke von über einem Jahr aufweist. Auch die Terminseite wird aus diesem Grund wieder händisch gepflegt.

Daher die kürzest-Zusammenfassung, was in der Zwischenzeit geschehen ist: Nach einer wahren Odyssee, die im Herbst ’16 im Siebengebirge begann, nach Köln führte und mit wahrlich abent(h)euerlichen Stationen in der Eisenhütte Abentheuer letzten September ihren Höhepunkt erreichte, bin ich nunmehr nicht nur dem Namen nach ein Abent(h)eurer geworden und sitze im tiefsten Hunsrück im Nationalpark Hunsrück-Hochwald.

Die erste Geschichte habe ich in meiner neuen Spielwiese bereits veröffentlicht: Im März erschien „Azurit“ in der Bosch-Anthologie „Boschs Vermächtnis – Geschichten aus dem Garten der Lüste„, die von meinem lieben Freund und Kollegen Christian von Aster herausgegeben und von „Edition Roter Drache“ veröffentlicht wurde.

Die Geschichte schrieb ich unter denkbar phantastischen Bedingungen, während ich eine riesige Skulptur in der Druckluftkammer am Florinsmarkt in der Koblenzer Altstadt schuf und über 7 Wochen in einem 1000-jährigen Kellergewölbe hauste.

Die zweite Geschichte, die ich im Hunsrück ansiedelte, ist inzwischen fertig. Sie dreht sich um den archäologischen Sensationsfund einer römischen Götterstatue und strickt daraus eine phantastische Erzählung um Kelten, Römer und Dämonen.

 

 

Derweil arbeite ich nach langer Unterbrechung wieder an „Zwergenbinge“ und strebe endlich dem Ende entgegen, das er seit 2014 sehnlichst erwartet.

Patent! Patent!

Cover "Patentsache"
Cover „Patentsache“
Offenbar bin ich auf den Geschmack gekommen: Zum zweiten Mal schloß ich mich mit Geo Schaller in meinem neuen Lieblingsstudio in Köln-Weidenpesch ein, um einen Text hörbar zu machen. Nach dem Cthullu-Horror „Paradoxon“ jetzt „Patentsache“ vom anderen Ende meines Erzähl-Spektrums.

„Patentsache“ ist die erste von insgesamt sieben Novellen meines nächsten Buchprojektes „Grenzgänger“, das an „Navigator“ anschließt: kritisch, spitzzüngig, bösartig, nur all zu realistisch, und diesmal um Wahn un Wille, die Folgen der leider allzu sehr in Vergessenheit geratenen innerdeutschen Spaltung und die Frage kreisend, wo Irrsinn endet und Normalität beginnt. Realistisch? Stellen Sie sich vor, sie wären einer dieser windigen Internet-Anwälte, die im Netz umherzappen, um arme und armselige kleine Blogger aufzuspüren, die nichtsahnend mal ein Bild von irgendwoher genommen haben, um ihren Blogbeitrag um einen witzigen Eyecatcher zu bereichern. Um dann eine 800-Euro-Klage von ebenwelchem Anwalt im Briefkasten vorzufinden wegen Urheberrechtsverletzung. (Es muß ja nicht gleich die DPA sein, die einen auf 4.000 Euro verklagen will wegen Bildern, die man selbst für ein Projekt für die Bundeszentrale für Politische Bildung gemacht und den falschen Leuten ausgehändigt hat – in dem Fall kann man ja wenigstens noch beweisen, dass man selber der Fotograf gewesen ist.)
Und wenn Sie sich vorstellen, einer dieser windigen Gesellen zu sein, stellen Sie sich vor, sie bekommen Besuch von einem äußerst schmierigen Typen. Der sich als Ex-Stasi-Major entpuppt, der 1984 einen ultimativen und perfiden Plan für die absolute Totalüberwachung entwickelte.

„Maybaum! Ich habe das Internet erfunden!“

Beim Kontrollhören gestern haben Geo, der Rabenkrächzer, der wie bei „Forstokratie“ einmal mehr die musikalische Ausstattung mit seinem neuen Song „Schattenlicht“ übernahm, und meine Wenigkeit viel gelacht. Denn so böse die Erzählung auch ist, sie ist auch wirklich witzig. Und das Hörbuch fast schon ein kleines Hörspiel.

Premierenlesung zusammen mit dem Rabenkrächzer und komplett: am 01.04.2017 um 20 Uhr in den Vier Raben, Jesuitengasse 37, Köln-Weidenpesch.

Drei kleine Snippets:

Paradoxe Wintersonnenwende

Cover des 'Paradoxon'-Hörbuches
Cover des ‚Paradoxon‘-Hörbuches

Dank der motivierten Unterstützung von Freunden und Fans wird mein neues Hörbuch „Paradoxon“ am 21. Dezember zur Wintersonnenwende das Licht der Welt in der dunkelsten Nacht des Jahres erblicken. Und – was mich sehr freut – dank der Unterstützung des Verschönerungsvereins für des Siebengebirge e.V. konnte ich das sehr lovecraftsche Artwork mit fotografischen Aufnahmen aus den Tiefen der Ofenkaulen (dem Schauplatz der Erzählung) umsetzen.

„Paradoxon“ ist eine überaus blutige, unheimliche, fungophile, zeitreisenparadoxienreiche Horrornovelle mit erheblich jugendunfreien Szenen, die – gewissermaßen als Vorspiel auf „Zwergenbinge“ – in den Tiefen des Ofenkaulen-Höhlensystems im Siebengebirge spielt, in der Klosterruine Heisterbacherrott, im Oberdollendorfer Brückenhofmuseum und in … Bombay. Insbesondere (aber bestimmt nicht nur) Liebhaber des Cthullu-Universums von H.P. Lovecraft werden ihre Freude daran haben, sowohl, was die Stilistik als auch was die Anspielungen angeht.

Am Vorabend des offiziellen Erscheinungstermins 22.12. werde ich in passend stimmungsvoller Atmosphäre die vollständige Novelle einschließlich des dazugehörigen Gedudels auf Klarinette, Flöte und Chalemau wie des Geklimpers auf der Kalimba in den Vier Raben zum Vortrag bringen.

Zwerge, alte Götter und seltsame Reisen

2015-01-08_wilhelmshaven3 Nach der auf wahren Begebnissen beruhenden Politsatire „Zaunkönige“ und der Umsetzung des Sience Fiction „Navigator“ mit dem Hörspielmacher Andreas Muhlack bin ich tief hinabgetaucht unter die Sieben Berge, hinunter zu den Zwergen und der steampunkfantastischen Kapitalismusparodie „Zwergenbinge“, um nicht zuletzt einen Kampf mit den Alten Göttern auszutragen. Ich ging bei den Meistern des Zwergenhandwerks in die Lehre, lernte Punzieren, Bronze gießen und mit blutigen Fingern Lederbehältnisse herzustellen und verschwand wohl ähnlich aus der Wahrnehmung wie Peschke, als er ins Zwergenreich hinabstieg.

 

„Zwergenbinge“ nähert sich nunmehr dem Abschluss, am 12.11.2016 stelle ich den neuen (bis auf das letzte Kapitel fertig gestellten) Märchenroman in den „Vier Raben“ in einer kleinen Werkstattlesung vor. Um mich danach mit Geo Schaller ins Tonstudio zurückzuziehen und den Kampf mit den Alten Göttern auf CD zu bannen. Die Novelle „Paradoxon“ wird exclusiv als Hörbuch erscheinen. Vielleicht, so die Alten Götter wollen, zur Wintersonnenwende am 21.12.. Wir suchen jetzt nach einer angemessenen Örtlichkeit für die Premiere – wenn alles klappt, in einer stillgelegten Zeche im Pott. Es wird ein interessanter Herbst, und ein noch interessanterer Winter, ziemlich dunkel und ziemlich fantastisch. Neben glühender Bronze, an die 30 großformatige Grafiken auf Leinwand und der Herausforderung eines Cthullu-Artworks kommt auch unsere Bühneninszenierung von „Navigator“ wieder zu Euch auf die Bretter, die die Welt bedeuten.

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