Feuertaufe

Titel: Feuertaufe
Datum: 07.11.2018
Zeit:19:00 - 21:00
Ort: Evangelische Kirche Birkenfeld
Am Kirchplatz 4
55767 Birkenfeld



Kurzbeschreibung:

Caspar Kampf und Norman Liebold werden in Kooperation mit der evangelischen Kirche Birkenfeld die Stiftung eines von ihnen erschaffenen Kreuzes zu einem besonderen Event machen. Liebold trägt seine spirituell-religöse (und religionskritische) Erzählung „Die Taufe“ im Gotteshaus vor und begleitet die Lesung auf seinen Instrumenten. Im Anschluß werden er und Caspar Kampf unter den Augen des Publikums das von Liebold gestaltete Kreuz gießen.




Am 07.11.2018 werden der Autor und Künstler Norman Liebold und Caspar Kampf ein besonderes Event in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche Birkenfeld gestalten.
Im geweihten Raum wird Liebold seine christlich-spirituelle Novelle „Die Taufe“ in bekannt fesselnd-unterhaltsamer Weise zum Vortrag bringen und die Autorenlesung mit Klängen verschiedener Instrumente – unter anderem Klarinette, Flöte, Chalumeau und Kalimba – verfeinern.
Im Anschluss an der Lesung wird Caspar Kampf in der Tradition seiner Vorfahren Metall verflüssigen, um ein vom Künstler Liebold eigens gestaltetes Kreuz in Bronze zu gießen. Das Kreuz werden Kampf und Liebold im Namen der Eisenhütte Abentheuer der Kirche stiften. Es wird am Eingang angebracht werden und ein Symbol für die Einheit von Handwerk, Kunst und Glauben in der Region bilden.

Zur Novelle

Liebolds Novelle beschäftigt sich auf eindringliche Weise mit der Suche nach Gott, dem Zweifel im Glauben und der Frage nach der Würde des Menschen. Sie basiert auf realen Geschehnissen, die sich im 2. Weltkrieg und Ende der Neunziger Jahre in Aachen um den „Stadthelden“ Pastor Hugo Bauermann zutrugen, und die er in eine rührende, humorvolle und zugleich erschütternde Geschichte verarbeitet hat. Hier treffen sich ein junger Mann, der seinen Glauben verloren hat, und der alte, an Alzheimer erkrankte, nichtsdestotrotz im Glauben gefestigte und weise Pastor bei dessen Flucht aus dem Altersheim. Ein Plädoyer an Menschlichkeit und Glauben im ökumenischen Sinne. Liebold lernte Bauermann während seiner aachener Jahre kennen und schätzen, zusammen mit den tiefen Erfahrungen, die der Autor bei Prof. Dr. Klaus Otte und im Benedektinerkloster Kornelimünster sammeln durfte, schuf er 2013 diese Erzählung, die sich um Sinn und Tiefe des Glaubens und die Stellung des Menschen in der Welt dreht. Sie erschien 2014 in Liebolds Novellenband “Navigator” und 2016 als Hörbuch. Der Autor trug sie bereits in verschiedenen Kirchen und Glaubensgemeinschaften unterschiedlichster Konfession in ganz Deutschland vor.

Das Kreuz

Caspar Kampf, Besitzer des Industriedenkmals “Eisenhütte Abentheuer” in Abentheuer, direkter Nachfahre und Erbe der Böckings und Stumms, seines Zeichens und aus Tradition leidenschaftlicher Metallgießer, und Liebold lernten sich im Juni letzten Jahres kennen, als der Autor für Recherchen zu seinem aktuellen Roman “Zwergenbinge” im Hunsrück war. Da sie die Leidenschaft des Gießens teilen, blieb Liebold einige Wochen, um zu schreiben, zu zeichnen und mit Kampf gemeinsam zu gießen. Liebold half bei der Umsetzung des “Tag des Offenen Denkmals” und sein Aufenthalt verlängerte sich immer mehr. Der Autor verliebte sich in die Landschaft, die Menschen und die Geschichte der Region und brach im September kurzentschlossen seine Zelte in Köln ab, um auf die Eisenhütte Abentheuer zu ziehen. Kampf und Liebold investieren seitdem viel Zeit und Kraft, um die Eisenhütte zu einem kulturellen Hotspot aufzubauen. Im März und September diesen Jahres veröffentlichte Liebold seine erste Erzählung “Azurit”, die in der Region spielt. Im Januar 2019 erscheint sein erster Hunsrück-Roman “Dämonenwall”, der sich um den Sensationsfund der Statuette von Hottenbach (in Replik ausgestellt im Landesmuseum Birkenfeld) rankt, im März folgt der phantastische Roman “Zwergenbinge”, der unter anderem in Abentheuer und im Kupferbergwerk Fischbach spielt. Beide Bücher sind reich vom Autor illustriert, unter anderem mit einer Vielzahl von Zeichnungen der Landschaften, die er als seine neue Heimat gewählt hat. Liebold als vielseitiger Künstler schafft auch Skulpturen – von kleinstem Format als Anhänger bis hin zu Großskulpturen wie seinem aktuellen Projekt in Koblenz, wo er ein 1000 Jahre altes Burggewölbe am Florinsmarkt im Laufe mehrerer Jahre in eine einzige, riesige Skulptur verwandelt. Für die evangelische Kirche in Birkenfeld schafft er das Modell eines ca. 50 cm hohes Kreuzes.
Noch vor einem Jahr hätte er nicht zu träumen gewagt, an der Erschaffung eines solch großen Bronzekunstwerks arbeiten zu können, aber zusammen mit den Ideen, der Kreativität und dem technischen Knowhow von Caspar Kampf gelingt es den beiden Freunden, ein solches Projekt umzusetzen – sogar außerhalb ihrer Werkstatt. Der Guss des Kreuzes wird im Anschluss an die Lesung auf dem Kirchplatz stattfinden, und die Besucher können hautnah miterleben, wie die Vision Liebolds durch das Können Kampfs im magischen Vorgang des Metallgiessens Gestalt annimmt.
Das Kreuz ist in erster Linie ein uraltes Symbol für das Zusammentreffen von Gegensätzen (der Horizontalen – Erde und Mensch, Diesseits – und der Vertikalen – GOTT, Höhere Weisheit, Himmel – und ihrer Vereinigung in einem kraftvollen Punkt des Hier und Jetzt, der Erlösung, Jesus Christus als verbindendes Element zwischen Mensch und GOTT. Die Waagrechte steht für die Beziehungen des Menschen zu seinen Mitgeschöpfen, die Senkrechte zu seinem Höheren Selbst und GOTT.).
In diesem besonderen Kreuz vereinigen sich auf weltlicher Ebene künstlerischer Schöpfergedanke und handwerkliches Können, weltliches Geschichtenerzählen im sakralen Raum und die frische Kraft eines Zugezogenen, der sich in die Region verliebte mit dem seit Generationen von Stumms und Böckings tief in der Region verwurzelten Erben der Eisenhütte Abentheuer.

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