LIEBLOG
Das weBLOG von Norman Liebold: Nachrichten aus dem Scriptorium

Die Zwerge kommen!

Das Manuskript ist abgeschlossen, der Text im Lektorat, und ich sitze mit flitzender Feder an den Illustrationen. „Zwergenbinge“, das Fantasy-Abentheuer zwischen „Kleinem Hobbit“ und Marx‘ „Kapital“, an dem ich seit 4 Jahren arbeite, erscheint pünktlich zur Premiere bei den Saarländer Literaturtagen „erLesen“ am 05.04.. Hardcover, 270 Seiten, von mir selbst illustriert. Drucklegung ist am 8. März. Und das wird mit einer ganz besonderen Vorpremiere und Ur-Lesung gefeiert: In Kooperation mit dem Kupferbergwerk Fischbach (wo der Roman in weiten Teilen spielt, bzw. genauer unter dem Bergwerk in den Hallen Zwergenbinges) und der Eisenhütte Abentheuer (wo die Rahmenhandlung verortet ist) mache ich die vielleicht krasseste Lesung bisher. Sie findet am 09. März um 18:30 Uhr statt. Und zwar im Bergwerk unter Tage. Die unglaubliche Akustik macht mir Vorfreude, dort nicht nur zu lesen, sondern auch meine Instrumente auszupacken, diesmal nehme ich wohl auch das Saxophon mit. Und Caspar Kampf und ich werden – ich kann es kaum glauben – dort unter dem Berg für die Zuschauer Bronze gießen. Nicht nur das: wir schmelzen Kupfer aus dem Berg im Berg.
Ein paar Karten sind noch verfügbar.

„Dämonenwall“ vollendet und in Druck

Liebolds erster Hunsrück-Roman erscheint am 1. Februar 2019 bei Edition Roter Drache. Nach „Azurit“ (erschienen in: von Aster, Christian (Hrsg.): Boschs Vermächtnis. Geschichten aus dem Garten der Lüste. Remda-Teichel, März 2018) die zweite Veröffentlichung, die der Autor und Künstler in seiner neuen Wahlheimat verortet. Nicht zuletzt neben der wundervollen Natur des Nationalparks Hunsrück-Hochwald und des besonderen Menschenschlags war es auch die geschichtliche Dimension dieses Landstrichs, die Liebold 2017 so fesselte, dass er kurzentschlossen sein Sack und Pack nahm und von Köln nach Abentheuer in das Industriedenkmal Eisenhütte Abentheuer umsiedelte. „Dämonenwall“ dreht sich daher folgerichtig um einen 2017 hier geschehenen archäologischen Sensationsfund einer 2000 Jahre alten römischen Statuette, um daraus eine genreübergreifende Erzählung mit sehr viel Phantastik und Humor zu stricken. Sein neuer Lebensmittelpunkt wird hier ebenso eingeflochten wie die Menschen, die Landschaft und mit Sicherheit auch etliche Erlebnisse, die der Autor hier hatte.
„Dämonenwall“ erscheint am 1. Februar 2019. Die Vorpremiere findet in Koblenz in der Druckluftkammer statt, die offizielle Deutschlandpremiere im Landesmuseum Birkenfeld, wo die Statuette ausgestellt ist.

Parzifal Motorcycle

Der Independend-Verlag „The Dandy is Dead“ mit Sitz in Saarbrücken bringt seit 2018 eine Geschichten-Heft-Reihe heraus, die sich an den „Weird Tales“ orientiert, die nicht zuletzt Autoren wie H.P. Lovecraft bekannt machten. Ein Pulp-Magazin, in dem sehr viel Liebe und Herzblut steckt – sowohl von den Autoren als auch von den Machern.
Ich hatte die Ehre, in der zweiten Ausgabe „Sperrgebiet“ gemeinsam mit Christoph Marzi, Isa Theobald, Diana Kinne und Christian Endres eine Geschichte beizusteuern. Im Sinne der Philosophie der Heftreihe konnte es nach Aussage des Herausgebers nicht schräg genug werden. Also ließ ich meinen Protagonisten auf der Suche nach einem Ort, wo er sich umbringen kann, nach Anderswelt hinüberstolpern, um dort Parzifal auf verlorenen Posten zu begegnen – verstrickt in den sinnlosen Kampf des Verstandes mit der Vergangenheit. Eine wunderbare zerbeulte Zündapp, Zombies, verwurstete Artus-Sagen, es hat sehr viel Spaß gemacht.

Cover der Basement-Tales Vol. 2 aus dem Hause „The Dandy is Dead“ mit „Parzifal“ aus meiner Feder.
Plakat zu „Parzifal“ von Michael Hochschulte.

Das Ende des Drucks: Druckluftkammer vollendet

In zwei großen Bauabschnitten – November 2017 bis Februar 2018 und Oktober bis Dezember 2018 – schuf Norman Liebold in der Druckluftkammer Koblenz ein Kunstwerk von beeindruckenden Ausmaßen. Das 1000 Jahre alte Gewölbe der (oberirdisch nicht mehr existenten) Alten Burg am Florinsmarkt verwandelte sich dabei in eine zusammenhängende Skulptur, die ein wenig an H.R. Giger gemahnt. Liebold verarbeitete dabei anderthalb Tonnen Gips und 200 Liter Expoxidharz, modellierte mehr als 500 Knochenwirbel von Hand, vier beleuchtete Schädel und einen lebensgroßen Frauentorso. Gerade im stimmungsvollen Licht der Druckluftkammer, die in der Hauptsache als Nachtclub genutzt wird, ein Ambiente der besonderen Art.

Am 25.01.2019 verabschiedet sich Liebold von seiner Schöpfung, indem er inmitten der Großskulptur seinen am 01.02.2019 bei Edition Roter Drache erscheinenden Roman „Dämonenwall“ in einer Vorpremiere vorstellt. Die Arbeit am Roman – insbesondere an seiner Illustration – und die Arbeiten an der riesigen Skulptur überschnitten sich, so dass eine wechselseitige Beeinflußung deutlich zu erkennen ist: die Frauenskulptur neben dem DJ-Pult ist so eine Hommage an die keltische Quellgöttin Aventia, die in „Dämonenwall“ eine Schlüsselrolle einnimmt.

„Dämonenwall“ überwunden, die Zwerge rufen

Die Arbeiten an „Dämonenwall“, der als illustriertes Hardcover Ende Januar 2019 bei Edition Roter Drache erscheint, sind abgeschlossen. Gut 20 Illustrationen entstanden in den letzten Wochen – von Landschaftszeichnungen aus der Nationalparkregion Hunsrück-Hochwald, wo die Geschichte spielt, über aufwendige Initialien bis hin zu Schmuckelementen und Illustrationen. Ein wenig Aufräumen und Sortieren, dann heißt es, das Manuskript von „Zwergenbinge“ aus der Schublade holen, um es endlich, nach über vier Jahren, zu vollenden.

Wahrscheinlich wird es ein wenig stiller werden um mich herum, die Tag-und-Nach-Gleiche ist vorüber, die dunkle Jahreszeit beginnt, und nicht zuletzt werde ich ab nächste Woche wieder in die 1000 Jahre alten Gewölbe der Druckluftkammer in Koblenz hinabsteigen, um die Großskulptur „Projekt Sternenwesen“ um den Bauabschnitt II zu erweitern. Für wahrscheinlich 6 Wochen wird meine Welt aus Wirbeln, Schädeln und sehr viel Gips bestehen, abgeschieden von der Oberwelt in den Eingeweiden Koblenz‘, ohne Empfang der Virtualität. Und tatsächlich: Ich freue mich sehr auf diese wild skulptureske Berserker-Klausur. Weiterlesen »

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