Norman Liebold

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Norman Liebold, Jahrgang 1976, ist ein deutscher Schriftsteller, Schauspieler und Künstler. In erster Linie veröffentlicht er erzählende Literatur der Formen Roman, Novelle, Kunstmärchen, Erzählung und Kurzgeschichte, aber auch Theaterstücke und Hörspiele. Die Genres reichen von Gesellschaftsroman und Kriminalliteratur auf der einen und Phantastische Erzählungen auf der anderen Seite, wobei Liebold die Genres vermischt und mit ihnen spielt.

Liebold trägt seine Literatur seit mehr als zwanzig Jahren öffentlich vor und gilt als hervorragender Sprecher, dem es bei seinen Veranstaltungen nicht zuletzt auch um eine gute Unterhaltung seines Publikums geht. Seine Lesungen werden als eine Mischung aus Theater, Lesung und Konzert beschrieben.

Aus einer Künstlerfamilie kommend, illustriert er seine Bücher selbst oder in Kooperation mit anderen Künstlern. Sein bevorzugter Stil lehnt sich an den Jugendstil und keltische Ornamentik an und verbindet sie mit realistischer Darstellung.

Als Gegengewicht zu diesen stark intellektuell-geistigen Arbeiten übt Liebold verschiedene Tätigkeiten im Bereich des Alten Handwerks aus und schafft Objekte in seinem Atelier, die zwischen Kunst und Kunsthandwerk changieren. Die Arbeit mit den Händen ist ihm wichtig, um sich erden zu können. Unter anderem schafft er Schmuck und Objekte in Bronze, Silber und anderen Metallen, punzierte Sattlerarbeiten und verschiedene Skulpturen.

Was nach vielen Hochzeiten klingt, auf denen Liebold tanzt, stellt sich bei genauerem Hinsehen als ein übergreifender Werkgedanke heraus, der alle seine Tätigkeiten miteinander verbindet.

 


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Nächste Lesungen


Datum Veranstaltung
29.11.2018 SPERRGEBIET! Basement-Tales Vol. 2
Horst!, Saarbrücken

Am 15. Dezember bringt „The Dandy is Dead“ Volume 2 der „Basement Tales“ heraus, dieses Mal unter dem Thema „Sperrgebiet“. Neben schrägen Storys von Christoph Marzi, Isa Theobald und Dianna Kinne wird auch mein „Parzifal“ darin Grenzen überschreiten und diese im „Horst!“ niederreißen.

02.02.2019 Dämonenwall - Buchpremiere
Landesmuseum Birkenfeld, Birkenfeld

Ganz frisch erschienen: Liebolds neuer phantastischer Roman „Dämonenwall“ an einem der Originalschauplätze vor der Replik der Götterstatue vorgelesen, um die sich die Geschichte rankt.

09.03.2019 Vorpremiere "Zwergenbinge" am Originalschauplatz unter Tage
Kupferbergwerk Fischbach, Fischbach

Norman Liebold performt zwei Wochen vor Veröffentlichung seines neuen Romans „Zwergenbinge“ den Roman unter Tage im Kupferbergwerk Fischbach. Hier, bzw. noch einige Ebenen tiefer, liegt das Zwergenreich, in dem der Roman zu großen Teilen spielt.

27.03.2019 - 30.04.2019 Ausstellung im Zauberwald-Haus
Galerie Zauberwaldhaus, Hattgenstein

Vom 27. März bis zum 30. April werden Norman Liebolds künstlerische Arbeiten – insbesondere die Illustrationen zu „Dämonenwall“ (Erscheinungstermin: 31. Januar) und „Zwergenbinge“ (Erscheinungstermin 21. März) – in der Galerie im Zauberwaldhaus zu Hattgenstein zu sehen sein.

27.03.2019 Vernissage zur Ausstellung
Galerie Zauberwaldhaus, Hattgenstein

Vernissage von Norman Liebolds Ausstellung im Zauberwaldhaus.


Neuigkeiten aus dem lieBLOG



 

„Dämonenwall“ überwunden, die Zwerge rufen

Die Arbeiten an „Dämonenwall“, der als illustriertes Hardcover Ende Januar 2019 bei Edition Roter Drache erscheint, sind abgeschlossen. Gut 20 Illustrationen entstanden in den letzten Wochen – von Landschaftszeichnungen aus der Nationalparkregion Hunsrück-Hochwald, wo die Geschichte spielt, über aufwendige Initialien bis hin zu Schmuckelementen und Illustrationen. Ein wenig Aufräumen und Sortieren, dann heißt es, das Manuskript von „Zwergenbinge“ aus der Schublade holen, um es endlich, nach über vier Jahren, zu vollenden.

Wahrscheinlich wird es ein wenig stiller werden um mich herum, die Tag-und-Nach-Gleiche ist vorüber, die dunkle Jahreszeit beginnt, und nicht zuletzt werde ich ab nächste Woche wieder in die 1000 Jahre alten Gewölbe der Druckluftkammer in Koblenz hinabsteigen, um die Großskulptur „Projekt Sternenwesen“ um den Bauabschnitt II zu erweitern. Für wahrscheinlich 6 Wochen wird meine Welt aus Wirbeln, Schädeln und sehr viel Gips bestehen, abgeschieden von der Oberwelt in den Eingeweiden Koblenz‘, ohne Empfang der Virtualität. Und tatsächlich: Ich freue mich sehr auf diese wild skulptureske Berserker-Klausur. (mehr …)




Devaud und Liebold machen blau

Cover Azurit
Cover Azurit

Im März diesen Jahres veröffentlichte ich meine erste im Hunsrück angesiedelte Novelle „Azurit“ in Christian von Asters „Boschs Vermächtnis“. Sie ist im Atelier des international renommierten Künstlers Philippe Devaud (Rinzenberg) und in der Niederbrombacher Kirche verortet und verschmilzt historische Fakten, reale Orte und Begebenheiten mit Mythen und Phantastik.
So spiele ich darin mit dem sehr wahrscheinlichen Umstand, dass Hieronymus Bosch sein Blau und Grün als Azurit und Malachit aus dem Kupferbergwerk Fischbach bezogen haben dürfte. Weitere historische Verbindungen der Niederbrombacher Kirche zu Bosch machen einen Bosch-Besuch möglich. So war hier Johannes Liechtenberg (1426-1503) ab 1481 Pfarrer in Niederbrombach. Er war Hofastrologe von Kaiser Friedrichs III., dem Lehnsherrn von Engelbert II von Nassau, der wiederum den „Garten der Lüste“) in Auftrag gab. Die Männer waren über den Orden vom Goldenen Vließ miteinander verbunden. Das Auffinden eines Bosch-Frescos (eigentlich Secco) in der Kirche bei Devauds Restaurierungsarbeiten in den 80igern wäre also theoretisch denkbar, wobei aber mit Sicherheit in den Bereich der Phantastik gehört, dass dieses verschollende Bosch-Kunstwerk eine geheimnisvolle, verschlüsselte Karte nach Anderswelt darstellt.

„Azurit“ ist Teil der Anthologie „Boschs Vermächtnis – Geschichten aus dem Garten der Lüste“, herausgegeben von Christian von Aster mit Geschichten von 32 Autoren aus ganz Deutschland. (mehr …)




Abent(h)euer SalonKultur

Von Liebold modelliert und eingeformt, von Kampf ausgegossen: Der Dämonenwall-Dämon. Photo: Dirk Pirro
Von Liebold modelliert und eingeformt, von Kampf ausgegossen: Der Dämonenwall-Dämon. Photo: Dirk Pirro

Das Herrschaftshaus der ehemaligen Eisenhütte Abentheuer, erbaut 1716, hat mit Sicherheit schon bessere Tage gesehen. Der Lack blättert von Fenstern und Türen, auf der Treppe blühen Kräuter. Der Zahn der Zeit nagt am Zeugen der Eisenverarbeitung im Hunsrück – eine Art Dornröschenschloss mit Gründerzeitflair zwischen Shabby chic, Lost Place und Landlust-Romantik. In einem Winkel hat Stefan Pink das Technikarsenal des Nationalpark-Radios aufgebaut und sitzt hinter Mischpult, Laptops und Mikrophonen. Sektgläser warten auf einem antiken Tischchen. An den Wänden hängen dicht an dicht Holzschnitte, Radierungen, Grafiken und Gemälde des Kunstvereins Obere Nahe e.V.. Der schwarz-weiß geflieste Boden im Flur glänzt spiegelblank und der Salon atmet die Atmosphäre alten Glanzes: samtbezogene Stühle um schnitzwerküberladenen Tischen. Die Freitreppe am Haus, seit einigen Jahren zerbröckelnd und nicht mehr begehbar, steht plötzlich wieder wie aus dem Ei gepellt da, als wäre das alte Haus dabei, sich zu verjüngen. Die ersten Autos parken auf der frischgemähten Wiese, während hier noch ein Tischtuch gerichtet wird, aus der Werkstatt das Klopfen tönt, aus dem offenen Fenster hört man kurz Musikfetzen – da werden Instrumente eingespielt.
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